Edeltraud Leimbacher-Schär
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Ihre gestalterische Arbeit umfasst Werke, die in einem freien, intuitiven Prozess entstehen – jenseits fester Vorlagen, getragen von inneren Impulsen, Körpererfahrung und einem feinen Gespür für Material und Geste.
Die Skulpturen und Plastiken bewegen sich zwischen archaischer Kraft, spielerischer Leichtigkeit und stiller Präsenz. Sie bestehen aus Papiermaché, Bronze, Aluminium oder Silizium Guss – teils figürlich, teils abstrakt. Ihre Formen erinnern an Tänzer:innen, an Bewegung im Raum oder an innere Haltungen. Manche wirken fragil, andere kraftvoll; sie neigen sich, wachsen, drehen sich – als suchten sie ihr Gleichgewicht im Zwischenraum. Jede einzelne lädt zur stillen Begegnung ein.
Auch in den Bildern zeigt sich das Spannungsfeld von Geste und Innerlichkeit. Linien, Flächen und Strukturen entfalten sich in einem Spiel von Reduktion und Ausdruck. Schwarz-Weiß-Kontraste treffen auf farbige Tiefe, klare Komposition auf spontane Bewegung. Jede Arbeit ist ein sichtbarer Moment innerer Resonanz - der gestische Duktus bleibt spürbar.
Die Künstlerin schöpft aus ihrer langjährigen Körper- und Bewegungserfahrung – aus Tanz, Bewegungsmeditation und der Auseinandersetzung mit Natur, Kultur und Gegenwart. Reisen, Beobachtungen und Erlebnisse fließen ein, ohne sich erzählerisch festzuschreiben. Die Werke sind keine Abbilder, sondern Spiegel innerer Räume.
So entsteht ein lebendiger Kosmos, in dem sich das Innere formt, Bewegung sichtbar wird und Stille ihre eigene Sprache findet.